Historische ABteilung

Preußische Traditionen

Die Geschichte der Linumer Schützengilde, die sich nach der Wende neu gründete, reicht zurück bis 1926. Heute zählt der Verein rund 50 Mitglieder. 1996 bildete sich die „Schwarzpulver-Gruppe“. Die Schützengilde Linum pflegt mit zwölf Mitgliedern wieder preußische Traditionen.

Die Mitglieder der Historischen Abteilung treten in preußischen Uniformen aus dem Zeitraum von 1740 bis 1780 mit Säbel und Perücke auf. Besonders beliebt sind die Preußischen Salutschützen samt Perkussionvorderladergewehren und Kanonen.

Zuletzt waren sie auch am Umzug zum Fontane-Jubiläum durch Neuruppin beteiligt.

Mit historischen Uniformen und Kanonen haben die Sportschützen zunehmend Anerkennung auch über die Gemeindegrenzen hinaus erfahren.

Seit Kurzem schmückt dem Verein der Titel „Immaterielles Kulturerbe“. Ausgezeichnet wurden wir damit vom Brandenburgischen Schützenbund. Dem Schützenwesen in Deutschland ist 2015 der Titel von der UNESCO-Kommission verliehen worden. Als immaterielles Kulturerbe werden Dinge angesehen, die von Wissen oder Können getragen werden, die Identität vermitteln und das gesellschaftliche Zusammenleben prägen. Gleichzeitig werde damit auch dazu beigetragen, Traditionen zu erhalten. Dazu zählen in Deutschland zudem die Genossenschaften und die Falknerei. Die UNESCO sieht das Schützenwesen als „einen wichtigen, historisch gewachsenen und lebendigen Teil lokal-regionaler Identität“ an.

Die Schlacht bei Fehrbellin

Der Schlachtverlauf
Am Morgen des 18. Juni war General Prinz Friedrich von Hessen-Hornburg mit 1500 Reitern der Hauptmacht der Schweden sehr nahe. Um 7 Uhr begann der Angriff. Im Dechtower Kiefernwäldchen fand ein erstes Gefecht zwischen brandenburgischer und schwedischer Reiterei statt. Nach dieser Auseinandersetzung bat der Prinz den ihm folgenden Kurfürsten um Verstärkung. Dieser meinte ob der günstigen Situation „Nun müsse der Feind Haare lassen!“ und eilte mit dem Gros des Heeres zur Schlacht herbei. Der Prinz von Hessen-Hornburg stieß mit der übrigen Reiterei in die linke Flanke des Feindes.

Zwischen den Dörfern Hakenberg und Linum standen sich insgesamt zur Schlacht gegenüber: auf schwedischer Seite 7000 Mann Fußvolk, 4000 Reiter, 38 Kanonen; auf brandenburgischer Seite 5600 Reiter und 13 Kanonen. Das brandenburgische Fußfolk war nicht in der Lage gewesen, mit der Reiterei Schritt zu halten, und konnte daher nicht an der Schlacht teilnehmen.

Von größter Bedeutung für den Schlachtverlauf war, dass Derfflinger eine Batterie kurfürstlicher Geschütze (4 Stück) unbemerkt auf einen Hügel nahe dem Dorf Hakenberg bringen konnte. An dieser Stelle befindet sich heute das große Siegesdenkmal zur Erinnerung an die Schlacht bei Fehrbellin. Um diese Erhebung und die darauf stationierten Waffen entbrannte dann auch die Schlacht. Obwohl die Schweden ihre besten Regimenter zum Sturm auf den Hügel vorgehen ließen und obwohl die brandenburgischen Schwadronen, die diese Kanonen zu beschirmen hatten, schwere Verluste hinnehmen mussten, waren die Geschütze nicht zu bezwingen. Der Kurfürst soll an dieser Stelle selber gefochten haben. Als er von feindlichen Reitern umringt war, konnten ihn seine Dragoner wieder befreien. Stundenlang wogte der Kampf, bis die Kräfte der Schweden nachließen. Der aufsteigende Nebel zeigte ein völlig zersprengtes, fliehendes schwedisches Heer

So war in einem Feldzug von nur wenigen Tagen das bewährte, selbstbewusste Heer des schwedischen Reiches von der Macht eines einzelnen deutschen Fürsten besiegt worden. Die Verluste der Schweden sollen 4000 Tote und Verwundete betragen haben. 400 Gefangene wurden von den Brandenburgern gemacht. Sie hatten ihrerseits etwa 500 Tote zu beklagen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden